Leiter der Expertengruppe

Dr. Wilhelm Hund
Bundesamt für Strahlenschutz,
Leiter der Fachbabteilung Endlagerplanung
email: whund@bfs.de
Jahrgang 1957

Wilhelm Hund hat Geologie und Paläontologie mit Schwerpunkten in der Hydrogeologie an der Westfälischen Wilhelm-Universität in Münster studiert. In seiner Dissertation, die er 1988 abschloss, untersuchte er Stoffumsätze in einem Grundwasserleitersystem mittels hydrogeologischer und isotopenphysikalischer Methoden. Seit 1989 ist er bei der PTB bzw. dem BfS tätig und hat zunächst geowissenschaftliche Fragen im Rahmen der Standorterkundung für Endlagerprojekte bearbeitet. 1992 übernahm er die Projektleitung für das Endlager Morsleben und 1997 auch die Leitung für den Endlagerbetrieb. Seit 2005 leitet er die Abteilung Endlager bzw. Endlagerplanung im Bundesamt für Strahlenschutz. Die Abteilung Endlagerplanung ist im BfS zuständig für den Betrieb des Erkundungsbergwerks Gorleben, die Vorbereitung und Durchführung von Standortauswahlverfahren sowie für die Bearbeitung geowissenschaftlicher und geotechnischer Endlagerfragen, die Entwicklung von Stilllegungskonzepten sowie die Erarbeitung von Langzeitsicherheitsnachweisen mit den entsprechenden standort- und projektbezogenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
   
Stellvertretender Leiter der Expertengruppe

Matthias Beushausen
Bundesamt für Strahlenschutz,
Leiter des Fachgebietes Standortauswahl
email: mbeushausen@bfs.de
Jahrgang 1957

Matthias Beushausen studierte Geologie an der Universität Hannover. Von 1989 bis 1993 war er bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe beschäftigt, wo er hydrogeologische Arbeiten zum Standort Gorleben durchführte und in der Projektleitung des Forschungsverbundvorhabens Methoden zur Erkundung des Deponieuntergrundes tätig war. Nach seinem Wechsel zum Bundesamt für Strahlenschutz im Jahr 1993 war er im Fachgebiet Geowissenschaften schwerpunktmäßig für die Konzeption und Durchführung der hydrogeologischen Erkundungsarbeiten zur Vorbereitung auf Planfeststellungsverfahren für die Endlagerprojekte Gorleben und Morsleben zuständig. Weiterhin war Matthias Beushausen für die UVP dezentraler Zwischenlager in Deutschland und im Rahmen der grenzübergreifenden UVP zum geplanten Zwischenlager in Temelin (Tschechische Republik) tätig. Seit 2007 leitet Matthias Beushausen das Fachgebiet Standortauswahl.
   
Claudia Aubel-Pump
[2008 als Expertin für Rechtswissenschaften ausgeschieden.]
 
   
Regine Barth
Öko-Institut e.V., Darmstadt
email: r.barth@oeko.de
Jahrgang 1968

Ass- jur. Regine Barth studierte Rechtswissenschaft in Passau und Köln. Schon während des Rechtsreferendariats in Bonn spezialisierte sie sich auf die Gebiete Umwelt- und Europarecht.
Seit 2000 ist sie am Öko-Instituts e.V. tätig. Sie leitet dort den Bereich Umweltrecht und ist in eine Reihe von nationalen und internationalen Forschungs- und Beratungsprojekten involviert. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören allgemeine Fragen des Fachplanungsrechts, der Öffentlichkeitsbeteiligung und des europäischen Umweltrechts. Besondere Interessen liegen im Bereich der Entwicklung und Bewertung von Politikinstrumenten und der Analyse ihrer Steuerungsfähigkeit. Neben dem klassischen Ordnungsrecht und ökonomischen Instrumenten spielen hier vor allem freiwillige Instrumente von Unternehmen und nicht zuletzt partizipatorische Verfahren eine wichtige Rolle.
Seit 2001 ist Regine Barth u.A. im Regionalen Dialogforum Frankfurter Flughafen tätig, in dem sie die durch das Öko-Institut e.V. wahrgenommene Wissenschaftliche Begleitung leitet. Darüber hinaus ist sie z.B. mit einer Reihe von Forschungsprojekten im Zusammenhang mit Endlagern radioaktiver Abfälle im In- und Ausland befasst.
   
Priv.-Doz. Dr. Jörg-Detlef Eckhardt
Universität Karlsruhe
email: eckhardt@kit.edu
Jahrgang: 1959

Jörg-Detlef Eckhardt studierte Geologie und Paläontologie an den Universitäten Hannover und Karlsruhe. An der Universität Karlsruhe promovierte er 1992 am Institut für Petrographie und Geochemie mit einer sedimentgeochemischen Untersuchung. 2001 habilitierte er sich am gleichen Institut mit einer Arbeit zu geochemischen Verteilungsmustern der Platingruppenelemente mit dem Schwerpunkt auf der Untersuchung der Umweltrelevanz partikulärer Emissionen aus Abgaskatalysatoren. Damit erwarb er die Lehrbefähigung für Mineralogie. Jörg-Detlef Eckhardt war am Institut für Angewandte Geowissenschaften der Universität Karlsruhe in den letzten Jahren u.a. mit Fragestellungen der Geothermie und der CO2-Speicherung auf dem Gebiet der Angewandten Mineralogie in Energie- und Umweltforschung befasst. Im Sommer 2010 hat er die Leitung der Abteilung Chemie/Physik in der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt des Karlsruher Instituts für Technologie (Universität Karlsruhe) übernommen.
   
Gerhard Enste
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
email: gerhard.enste@bgr.de
Jahrgang: 1957

Gerhard Enste Gerhard Enste studierte von 1979 bis 1987 Geologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Nach einer zweijährigen Tätigkeit bei der Stadt Bochum im Bereich der Umweltgeologie wechselte er 1989 zur Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE), wo er zunächst drei Jahre als Grubengeologe im Endlagerprojekt Gorleben mit der geologischen Aufnahme der Schächte und Grubenbaue sowie der Bearbeitung von Bohrkernen beschäftigt war. Im Anschluss daran leitete er verschiedene übertägige Untersuchungsprogramme zu den Standorten Morsleben und Gorleben. Hierbei war er insbesondere für die Projektsteuerung und bergrechtliche Überwachung der Feldarbeiten zuständig. 2001 begann er seine Tätigkeit bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), zunächst als Referatsleiter „Controlling Endlagerung“ und seit 2009 als Leiter des Fachbereichs „Geologisch-geotechnische Erkundung“. Die Arbeiten des Fachbereichs umfassen die Themen Geologie der Barrieren und Wirtsgesteine, Felsmechanisch- felshydraulische in-situ Untersuchungen und geophysikalische Nahfelderkundung.
   
Dr. Peter Hocke
Forschungszentrum Karlsruhe, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
email: hocke@itas.fzk.de
Jahrgang 1958

Peter Hocke studierte Politische Wissenschaft, Philosophie und Soziologie an der Universität Regensburg und der Freien Universität Berlin. Am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung war er von 1991 bis 1996 und 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2000 promovierte er mit einer empirischen Fallstudie zum Auswahlverhalten von Massenmedien in der Protestberichterstattung. Seit Anfang 2001 arbeitet Peter Hocke als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Forschungszentrums Karlsruhe. Die Redaktion der Zeitschrift „Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis“ (TATuP) wird von ihm seit Mitte 2005 geleitet. Seine wissenschaftlichen Arbeitsgebiete sind Expertenhandeln, Massenmedien, Technikkonflikte und politische Interessenvermittlung sowie die Endlagerung radioaktiver Abfälle.
   
Dr. Peer Hoth
[2009 als Experte für Geowissenschaften ausgeschieden.]
 
   
Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Heinz Lux
TU-Clausthal, Deponietechnik und Geomechanik
email: lux@tu-clausthal.de
Jahrgang 1948

Karl-Heinz Lux studierte Bauingenieurwesen an der Universität Hannover, wo er 1977 über “Tunnelbau im Lockergestein” promovierte. 1983 habilitierte er sich mit einer Arbeit über Salzkavernenbau folgte 1986 dem Ruf an die Technische Universität Clausthal und der Ernennung zum Professor. Karl-Heinz Lux vertrat in Lehre und Forschung die Fachgebiete “Gebirgsmechanik” und “Geomechanik in Bergbau, Tunnelbau und Deponietechnik” am Institut für Bergbau der Technischen Universität Clausthal und die Abteilung “Abfallbehandlung und Deponietechnik”. 1993 wurde er in den “Endlagerausschuss” des Niedersächsischen Umweltministeriums berufen. Seit 1997 ist er Inhaber der Professur “Deponietechnik und Geomechanik” am Institut für Aufbereitung und Deponietechnik der Technischen Universität Clausthal. Von 1999 bis 2002 war er Mitglied des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) des BMU.
   
Dr. Jörg Mönig
Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH,
email: Joerg.Moenig@grs.de
Jahrgang 1956

Jörg Mönig studierte Chemie an der Technischen Universität Berlin, wo er 1983 über ein strahlenchemisches Thema zu radikalinduzierten Abbaureaktionen von halogenierten Kohlenwasserstoffen promovierte. Nach Post-Doc Aufenthalten am Hahn-Meitner-Institut in Berlin und an der University of California Riverside kam er 1987 nach Braunschweig zum damaligen Institut für Tieflagerung des GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, dessen wissenschaftlicher Bereich 1995 als Fachbereich in die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH eingegliedert wurde. Im Rahmen vieler Forschungsprojekte zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle hat er in dieser Zeit u.a. experimentelle und modelltheoretische Arbeiten zur Salzradiolyse und zu geochemischen Reaktionen durchgeführt. Seit 2004 leitet Jörg Mönig die Abteilung Langzeitsicherheitsanalysen im Fachbereich Endlagersicherheitsforschung der GRS in Braunschweig. Anfang 2005 wurde er als Mitglied in den Ausschuss Ver- und Entsorgung der Reaktorsicherheitskommission des BMU berufen.
   
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Müller
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR)
email: b.mueller@ioer.de
Jahrgang 1952

Bernhard Müller studierte zwischen 1972 und 1978 Geographie, Mathematik, Politologie an der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz; 1983 Promotion in Mainz und 1993 Habilitation am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltentwicklung der Universität Hannover. 2004 wurde er von der Slowakischen Technischen Universität, Bratislava, mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.
Nach einer kurzen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der Universität Mainz wechselte er 1979 an das Institut für Landesplanung und Raumforschung der Universität Hannover, wo er bis zu seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Raumordnung an der TU Dresden im Jahr 1993 (mit Unterbrechungen infolge von Tätigkeiten im Ausland) tätig war. Seit 1997 ist er Vorstand und Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR), Dresden, und seit 2001 Professor für Raumentwicklung an der Technischen Universität Dresden. Seit Ende 2004 ist er gleichzeitig wissenschaftlicher Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft.
   
Prof. Dr. Ortwin Renn
Zentrum für interdisziplinäre Risikoforschung und nachhaltige Technikgestaltung (ZIRN) der Universität Stuttgart
email: ortwin.renn@sowi.uni-stuttgart.de
Jahrgang 1949

Ortwin Renn ist Lehrstuhlinhaber für Technik und Umweltsoziologie an der Universität Stuttgart und leitet das der Universität angeschlossene Zentrum für interdisziplinäre Risikoforschung und nachhaltige Technikgestaltung (ZIRN). Neben seinem Engagement bei ZIRN gründete Renn die DIALOGIK gGmbH, ein gemeinnütziges Forschungsinstitut, dessen Hauptanliegen in der Erforschung und Erprobung innovativer Kommunikations- und Partizipationsstrategien in Planungs- und Konfliktlösungsfragen liegt. Nach seiner Ausbildung in Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Sozialpsychologie und anschließender Promotion an der Universität Köln arbeitete Renn als Wissenschaftler und Hochschullehrer in Deutschland, den USA und der Schweiz. Von 1998 bis 2002 leitete er die Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg. Ortwin Renn verfügt über mehr als fünfundzwanzig-jährige Expertise auf dem Feld der Risikoforschung, der Technikfolgenabschätzung sowie der Einbindung von Interessengruppen und der allgemeinen Öffentlichkeit bei der Lösung konfliktgeladener Themen. Seine Arbeiten zum Thema „Partizipation“ sind vor allem mit der Integration von theoretischer Analyse und praktischer Umsetzung verknüpft. Ortwin Renn hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Er ist Mitglied nationaler und internationaler Akademien der Wissenschaft ( z.B. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und des Panels on Public Participation der US Academy of Sciences) und zahlreicher wissenschaftlicher Beiräte (etwa Vorsitz des wissenschaftlichen Kuratoriums der Stiftung Schadensvorsorge). Seit 2005 leitet er den Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Baden-Württemberg.
   
Prof. Dr. Ralph Watzel
Regierungspräsidium Freiburg, Leiter der Abteilung 9 - Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
email: ralph.watzel@rpf.bwl.de
Jahrgang 1961

Ralph Watzel studierte Geologie an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe (TH), wo er 1987 als Diplom-Geologe abschloss. Nach mehrjährigen Auslandsprojekten in der Grundwasserprospektion war er von 1991 bis 2001 als Hydrogeologe beim Staatlichen Geologischen Dienst von Baden-Württemberg tätig. Nach einem Forschungsaufenthalt in den Jahren 1992-93 am Forschungsinstitut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) in Ulm promovierte er 1994 an der Universität Freiburg im Breisgau mit einem isotopenhydrologischen Thema. Von 2001 bis 2006 war Ralph Watzel als stellvertretender Leiter des Referats „Wirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit“ im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beschäftigt. Seit April 2006 leitet er die Abteilung Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg. In der Abteilung sind der Staatliche Geologische Dienst und die Obere Bergbehörde zusammengefasst.