Am 27.05.2009 wurde einer Delegation der Expertengruppe Schweizer Tiefenlager (ESchT) angeboten, den Umweltausschuss des Deutschen Bundestages in einer nicht-öffentlichen Sitzung über ihre Einschätzung zum Standortauswahlverfahren eines geologischen Tiefenlagers für radioaktive Abfälle in der Schweiz zu informieren. Auf Einladung von Bundesminister Siegmar Gabriel nahmen der Schweizer Bundesrat Dr. h.c. Moritz Leuenberger (UVEK) und Dr. Michael Aebersold vom Bundesamt für Energie (BFE) an der Sitzung teil.



In einer offenen Fragerunde konnten die Parlamentarier die anwesenden Schweizer Vertreter und deutschen Experten befragen. Die Fragen betrafen im Schwerpunkt Aspekte der Betroffenheit und der Beteiligung deutscher Gemeinden sowie Fragen zur Geologie und Sicherheitstechnik.



Neben einer kurzen Einführung in ihren Arbeitsauftrag und ihrer Arbeitsweise gaben die Experten eine erste Einschätzung zur Etappe 1 des Schweizer Sachplanverfahrens ab. Demnach befindet sich die prinzipielle Vorgehensweise der Nagra in Übereinstimmung mit dem Sachplanverfahren und entspricht dem Stand von Wissenschaft und Technik. Sie ist inhaltlich angemessen, detailliert und umfassend ausgestaltet. Das Ergebnis einer weitergehenden gründlichen Analyse der vorliegenden Materialien wird in einer Stellungnahme zu Beginn des Jahres 2010 unter www.escht.de veröffentlicht.